Blomberg (red). Die HSG Blomberg-Lippe hat zum Auftakt der Halbfinals in den Playoffs ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Vor 1.213 Zuschauern an der heimischen „Ulmenallee“ gewann das Team von Trainer Steffen Birkner das erste Duell mit dem Thüringer HC mit 31:25 (13:10). Beste Werferin der Blombergerinnen war Ona Vegué, die acht Treffer erzielte.
HSG Blomberg-Lippe startet stark ins Halbfinale
Im fünften Aufeinandertreffen der Saison ging es für die HSG Blomberg-Lippe und den Thüringer HC um eine gute Ausgangslage im Kampf um den Einzug ins Finale. Beide Mannschaften kannten sich bestens, zuletzt hatte Blomberg das Spiel um Platz drei beim Haushahn Final4 für sich entschieden. Auch in der Liga waren beide Teams mit Erfolgen in die Playoffs gestartet.
Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start. Nieke Kühne traf früh doppelt, Torhüterin Melanie Veith setzte mit wichtigen Paraden erste Akzente. Die HSG nutzte ihr Tempo konsequent und ging schnell mit 3:1 in Führung. Auch Alexia Hauf trug sich früh in die Torschützenliste ein. Der Thüringer HC blieb jedoch im Spiel, vor allem Johanna Reichert übernahm Verantwortung und hielt die Gäste mit sicheren Abschlüssen, insbesondere von der Siebenmeterlinie, in Schlagdistanz.
Die Partie entwickelte sich zu einem intensiven, körperbetonten Duell. Beide Teams erspielten sich Strafwürfe, beide leisteten sich aber auch technische Fehler. Dadurch konnte sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen. Blomberg fand nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich jedoch wieder Antworten: Kühne und Elín Magnúsdóttir sorgten dafür, dass die HSG die Führung zurückeroberte. In dieser Phase wurde Veith zunehmend zu einem wichtigen Rückhalt.
Veith hält stark, Blomberg setzt sich ab
Nach einer Auszeit von THC-Trainer Herbert Müller stabilisierten sich vor allem die Abwehrreihen. Eine Zeitstrafe gegen den Thüringer HC brachte Blomberg neuen Schwung. Díana Magnúsdóttir nutzte die Überzahl und brachte die HSG erneut in Führung. Veith legte mit einer Doppelparade nach, auf der Gegenseite parierte Nicole Roth einen Siebenmeter des THC.
In der Schlussphase der ersten Halbzeit konnte sich Blomberg leicht absetzen. Hauf traf zum 11:9, wenig später wuchs der Vorsprung auf drei Tore an. Kurz vor der Pause nahm Birkner eine Auszeit, die Wirkung zeigte: Elín Magnúsdóttir stellte auf 13:10. Mit dieser verdienten Führung ging die HSG in die Kabine.
Eiskalte HSG nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel blieb Blomberg im Rhythmus. Veith parierte direkt den ersten Abschluss, Kühne erhöhte im Angriff. Andrea Jacobsen brachte Tempo in die Partie und holte einen Siebenmeter heraus, den Laetitia Vegué sicher zum 15:10 verwandelte. Zwar verkürzte Reichert kurzzeitig für den THC, doch die Gastgeberinnen dominierten weiter.
Farrelle Njinkeu traf zum 16:11, Maxi Mühlner markierte wenig später die erste Sechs-Tore-Führung. Blomberg spielte nun mit viel Dynamik: Hauf traf per Gegenstoß, Jacobsen legte aus dem Rückraum nach, und Kühne verwertete einen Ballgewinn von Rüffieux zum 20:13. Auch eine weitere Auszeit von Herbert Müller stoppte den Lauf der HSG zunächst nicht.
Der Thüringer HC stellte später auf eine offensive Sieben-gegen-Sechs-Variante um, doch Blomberg verteidigte kompakt und zwang die Gäste immer wieder zu schwierigen Abschlüssen. Veith blieb auch in dieser Phase ein sicherer Rückhalt. Zwar kam der THC durch einen 3:0-Lauf noch einmal näher heran, doch Ona Vegué übernahm Verantwortung, holte einen Siebenmeter heraus und verwandelte sicher.
In der Schlussphase nutzte Blomberg die entstehenden Räume konsequent. Díana Magnúsdóttir traf ins leere Tor, später waren auch Vegué und sogar Veith selbst erfolgreich, als der THC ohne Torhüterin agierte. Den souveränen 31:25-Heimsieg ließ sich die HSG nicht mehr nehmen. Mit diesem Erfolg reist Blomberg selbstbewusst zum Rückspiel beim Thüringer HC.
Steffen Birkner lobt Atmosphäre und Defensive
„Diese Atmosphäre hat uns heute viel Freude bereitet. Wir haben gut verteidigt und hatten mit Melanie Veith eine sehr starke Torhüterin. Vorne haben wir gute Lösungen gefunden. Natürlich freuen wir uns heute, aber wir wissen auch, dass es nächste Woche einen heißen Tanz geben wird. Dann geht es in Bad Langensalza weiter, und wir werden sehen, ob wir uns noch einmal hier an der Ulmenallee wiedersehen“, ordnet Steffen Birkner die erfolgreiche Halbfinalpartie ein.
Foto: Timon Peters