Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Samstag, 20. Juli 2019 09:06 Uhr
Kreisstraße zwischen Fölsen und Gehrden wird halbseitig gesperrt
Donnerstag, 18. Juli 2019 12:43 Uhr

Kreis Höxter (r). Wer sich fit fühlt, denkt meist nicht über seine Gesundheit nach. Das betrifft besonders Männer: Eine aktuelle Auswertung der AOK NordWest bestätigt, dass Männer im Kreis Höxter beharrliche Vorsorgemuffel sind. Danach war im vergangenen Jahr nicht einmal jeder fünfte Mann über 45 Jahren (21,1 Prozent) bei der Krebsfrüherkennung. Das entspricht in etwa dem Vorjahresniveau (21,0 Prozent). Bei den Frauen lag der Anteil höher. Hier nutzten immerhin 42,5 Prozent die Früherkennungsuntersuchung ab dem Alter von 20 Jahren. In 2017 waren es 42,3 Prozent. „Sowohl Frauen als auch Männer sollten die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser nutzen. Denn wenn Krebs frühzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen”, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters NRW wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015 insgesamt 108.435 Krebs-Neuerkrankungen und 50.677 Todesfälle erfasst.

Daher ist es umso wichtiger, auf Warnzeichen des Körpers zu achten und Risiken nicht zu ignorieren. „Besonders Männer gehen bei Schmerzen oder anderen Krankheitssymptomen häufig erst spät zum Arzt“, so Wehmhöner. Außerdem meiden viele die Früherkennungsuntersuchungen, weil sie ihnen unangenehm erscheinen oder sie sich noch keine Gedanken darüber gemacht haben. Finanzielle Gründe für das geringe Interesse an der Krebsvorsorge scheiden jedenfalls aus. „Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig bezahlt”, sagt Wehmhöner.

Untersuchung für Männer: Prostata und Darmspiegelung

Männer haben ab dem Alter von 45 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Dazu gehören die Untersuchung der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der regionären Lymphknoten. Ab sofort können Männer ab 50 Jahren (bisher 55) auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse eine Vorsorge-Darmspiegelung vornehmen lassen. Nach Ablauf von neun Kalenderjahren ist eine erneute Darmspiegelung möglich. Wahlweise kann jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl vorgenommen werden, ab 55 Jahren alle zwei Jahre.

Krebs-Früherkennung für Frauen

Frauen haben ab dem Alter von 20 Jahren einmal jährlich Anspruch auf Krebs-Früherkennung. Dazu gehören Untersuchungen der Geschlechtsorgane und ein Abstrich vom Muttermund sowie aus dem Gebärmutterhals. Ab dem 31. Lebensjahr ist zusätzlich ein Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen. Von 50 bis 69 Jahren kann alle zwei Jahre eine Mammographie im Rahmen des Mammographie-Screenings durchgeführt werden. Zur Darmkrebsfrüherkennung wird ab dem 51. Lebensjahr einmal jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl angeboten, ab 55 Jahren alle zwei Jahre. Eine Darmspiegelung ist alternativ ab dem Alter von 55 Jahren möglich. Nach Ablauf von neun Kalenderjahren kann eine neue Vorsorge-Darmspiegelung durchgeführt werden.

Bei besonderen Risiken oder Beschwerden können nach wie vor unabhängig davon bei Männern und Frauen Darmspieglungen durchgeführt werden. Neu ist, dass gesetzlich Versicherte von ihrer Krankenkasse regelmäßig schriftlich zur Darmkrebsvorsorge eingeladen werden.

Foto: AOK/hfr

Donnerstag, 18. Juli 2019 09:22 Uhr

Bad Driburg (r). Der AOK-Firmenlauf geht in diesem Jahr in Bad Driburg erneut an den Start. Bei der diesjährigen neunten Auflage wollen die Organisatoren von AOK Nordwest, der Driburg Therme GmbH und vom TV Jahn Bad Driburg nun ein weiteres Highlight setzen. Der Startschuss fällt am Freitag, 30. August, um 18:30 Uhr vor der Driburg-Therme. Anmeldungen sind ab sofort ausschließlich im Internet unter www.aok-firmenlauf.de möglich. Die Startgebühr beträgt pro Team 24 Euro.

Mit 425 Teilnehmern aus mehr als hundert Firmenteams knackte der Lauf im Vorjahr seinen Bestwert. Auch in diesem Jahr möchten die Organisatoren den Aufwärtstrend weiter fortsetzen. „Vielleicht schaffen wir in diesem Jahr ja die magische Teilnehmerzahl 500. Das wäre für eine Gesundheitsveranstaltung schon eine tolle Sache“, erklärt Thomas Pottmeier, Teamleiter Vertrieb der AOK NordWest. Deshalb sind beim diesjährigen AOK-Firmenlauf natürlich Teams aus allen Unternehmen und Verwaltungen der Region wieder herzlich willkommen. Auch Christiane Seemer, Geschäftsführerin der Driburg Therme GmbH und Mitbegründerin des Laufes, ist sehr optimistisch: „Wir sind sehr gern wieder Gastgeber für den AOK-Firmenlauf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer finden auf unserem Straßenkurs rund um unsere Driburg Therme ideale Laufbedingungen vor. Die Strecke kann laufend, walkend oder nordic walkend zurückgelegt werden“.

Für Fans und Aktive setzt das Organisationsteam wieder auf einen tollen Mix aus Spaß, Sport und guter Laune. „Unser Konzept hat sich inzwischen bewährt. Jede Firma kann teilnehmen und ein oder mehrere Teams zu jeweils vier Läuferinnen und Läufer stellen. Viele Firmen begleiten uns bereits seit vielen Jahren. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich“, sagt Peter Kufner, 1. Vorsitzender des TV Jahn Bad Driburg.

Der AOK-Firmenlauf ist mit einer Distanz von 4,2 Kilometern weiterhin auch für weniger trainierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer gut zu bewältigen. „Der Spaß am Laufen und dem Miteinander, gemeinsame Erfolgserlebnisse und die Mitarbeiter oder auch den Chef von einer anderen Seite kennenlernen. Das sind die Ziele des AOK-Firmenlaufes. Der Spaß an der gemeinsamen Aktivität steht im Vordergrund - die gelaufene Zeit dabei spielt keine Rolle. Unsere Stadtverwaltung ist daher sehr gerne mit Laufteams beim Lauf dabei“, sagt Christa Heinemann, stellvertretende Bürgermeisterin von Bad Driburg und Schirmherrin des Laufes. Für Möglichkeiten zum Umkleiden und zur Wertsachenaufbewahrung ist natürlich an der Driburg Therme gesorgt.

Auch in diesem Jahr werden die Organisatoren wieder einen Teil des Veranstaltungserlöses einem gemeinnützigen Zweck spenden. „In diesem Jahr geht die Spende an den Förderverein der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Bad Driburg e.V.“, erklärt Christiane Seemer. Für die gesamte Veranstaltung stehen natürlich wieder der Spaß an der Bewegung und das gemeinsame Erleben im Vordergrund. „Spaß und Gesundheit gehören schließlich fest zusammen. Und den kann die ganze Familie bei uns erleben“, freut sich Thomas Pottmeier auf viele bekannte und neue Gesichter in Bad Driburg.

Mit der Idee der Firmenläufe möchte die AOK Nordwest die Menschen für eine gesunde Lebensweise motivieren. Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind heute 62 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen übergewichtig. Fast jeder fünfte Erwachsene ist inzwischen adipös. Das liegt vor allem daran, dass wir mehr Energie aufnehmen als wir verbrauchen und wir uns einfach zu wenig bewegen. „Wer sich regelmäßig für eine halbe Stunde an der frischen Luft bewegt, tut nicht nur etwas für Herz, Muskeln und Gelenke, sondern kann auch den persönlichen Stresslevel nachweislich senken“, erläutert Pottmeier die Wichtigkeit von ausreichend Bewegung für ein gesundes Leben.

Alle Informationen rund um den Lauf finden Interessierte unter www.aok-firmenlauf.de. Anmeldungen können dort online ab sofort bis zum 25. August vorgenommen werden.

Foto: AOK NordWest

Mittwoch, 17. Juli 2019 11:45 Uhr

Kreis Höxter (r). Erneut möchte der Kreis Höxter besonderes ehrenamtliches Engagement im Bereich interkulturelle Verständigung prämieren: Ab sofort können sich Einzelpersonen, Vereine oder Gruppen wieder für den Integrationspreis bewerben. Dieser wird am 20. November bei einem großen Dankeschön-Fest in der Beverunger Stadthalle gemeinsam mit dem neuen Heimatpreis des Kreises verliehen.

Insgesamt 1.634 Menschen haben sich 2017 an der Abstimmung zum ersten Integrationspreis des Kreises Höxter beteiligt und im Internet für ihren Favoriten gestimmt. „Natürlich hoffen wir in diesem Jahr auf eine mindestens ebenso tolle Beteiligung“, sagt Landrat Friedhelm Spieker. „Wir sind auch schon sehr gespannt auf die hoffentlich zahlreichen Bewerbungen. Potenzielle Preisträger gibt es in unserem Kulturland genug, denn viele Menschen setzen sich ehrenamtlich ganz hervorragend für die Integration ein.“

Der Integrationspreis soll dieses vielfältige Engagement würdigen. Bewerbungen können noch bis zum 15. September 2019 eingereicht werden. Unter dem Motto „Wir (er)leben Vielfalt“ sind Vereine, Projekte, Initiativen, Schulen, Kindertageseinrichtungen und Einzelpersonen aufgerufen, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen. „Mitmachen lohnt sich“, ermuntert die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Höxter (KI), Filiz Elüstü, ehrenamtlich Aktive, zügig eine Bewerbung einzureichen. Denn auch der Integrationspreis 2019 wird wieder in drei Kategorien vergeben. „Das erhöht die Chancen“, so Elüstü.

Der Integrationspreis wird gefördert und unterstützt von den NRW Landesministerien für Schule und Bildung sowie Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration.

Drei Kategorien

In Kategorie 1 ist der Preis mit 1.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Projekte, die Einheimische und (Neu-)Zugewanderte zusammenbringen.

Kategorien 2 und 3 sind mit jeweils 500 Euro dotiert. Kategorie 2 richtet sich speziell an (Neu-)Zugewanderte, die sich im Kreis Höxter bereits selbst ehrenamtlich für ihre Mitmenschen engagieren.

In der Kategorie 3 werden Ehrenamtliche ausgezeichnet, die sich vorbildlich für die Integration von (Neu-)Zugewanderten in ihre neue Heimatstadt engagieren.

„Es ist außerordentlich positiv, dass sich im Kreis Höxter so viele Menschen in den langwierigen Integrationsprozess einbringen und ein gutes Miteinander fördern“, betonte KI-Leiterin Elüstü. Die Idee, interkulturelles Engagement auszuzeichnen, entstand in den Integrationskonferenzen. Von dort stammt auch der Wunsch, die Gewinner mit Beteiligung der Bevölkerung zu ermitteln. Dies soll nach einer Jury-Auswahl von Nominierten durch ein Online-Voting realisiert werden.

Auswahlverfahren

Bewerben können sich ehrenamtlich Engagierte, (Neu-)Zugewanderte und Einheimische aber auch Schulen, Kindertageseinrichtungen, Unternehmen und Migrantenorganisationen, die mit vielfältigen Initiativen die Integration und das interkulturelle Verständnis fördern. Zugelassen sind eigene Bewerbungen und Vorschläge anderer. Eine Jury wird aus den eingegangenen Bewerbungen in jeder Kategorie eine engere Vorausauswahl von Nominierten treffen, die mit ihren Projekten in den Regionalmedien und im Internet öffentlich vorgestellt werden. Bürgerinnen und Bürger haben dann die Möglichkeit, aus den Reihen der Nominierten ihre Favoriten auszuwählen.

Jury

Der Jury gehören Landrat Friedhelm Spieker, Kreisdirektor Klaus Schumacher, ein Vertreter des Kreistages, Vertreter des Integrationsbeirates, Mitarbeiter des Kommunalen Integrationszentrums und des Kreises Höxter an. An der Auswahl der Gewinner aus dem Kreis der Nominierten können sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen.

Prämiert werden die Gewinner beim „Dankeschön-Fest“ am Mittwoch 20. November 2019, ab 16.30 Uhr in der Stadthalle in Beverungen. „Mit dem Fest möchten wir ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung setzen“, sagt Landrat Spieker.

Jetzt bewerben

Bewerbungen um den Integrationspreis 2019 können bis zum 15. September 2019 beim Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Höxter (KI), Moltkestraße 12, 37671 Höxter eingereicht werden. Für Fragen stehen Filiz Elüstü (05271/965-3612, f.eluestue@kreis-hoexter.de) und Elif Bozkurt (05271/965-3610, e.bozkurt@kreis-hoexter.de ) vom KI zur Verfügung.

Bewerbungsunterlagen, Teilnahmebedingungen und Informationen: www.integration.kreis-hoexter.de

Foto: Kreis Höxter

Mittwoch, 17. Juli 2019 10:46 Uhr

Drei erfahrene Lehrkräfte wurden am 12. Juli 2019 am Städtischen Gymnasium Steinheim in den Ruhestand verabschiedet: Grudrun Zabel-Groth, Brigitta Schierbaum und Inge Frewer.

Gudrun Zabel-Groth unterrichtete nach einem Referendariat in Schwelm seit 1981 insgesamt 38 Jahre mit viel Energie Englisch und Mathematik am Städtischen Gymnasium Steinheim. Schülerinnen und Schüler sagten oft: „Bei Frau Zabel-Groth verstehen wir Mathe.“. Sie übernahm seitdem ununterbrochen Klassenleitungen und koordinierte auch eine Zeit lang das Schülerbetriebspraktikum. Seit 1997 organisiert sie zur Völkerverständigung den Austausch mit Schulen in Ungarn, zunächst unter anderem mit der Stadt Csurgó, seit 2003 mit Szigetszentmiklós. Dazu hat sie drei Filme über das SGS erstellt, die von Udo Obermann, dem ehemaligen Leiter der Musikschule Steinheim, gedreht wurden. 2003 war sie auch offizielles Delegationsmitglied im europäischen Town-Twinning-Programm der Stadt Steinheim, aus dem auch eine Städtepartnerschaft Steinheims mit Szigetszentmiklós entstand. Ihr Lebensgefährte Werner Sandbote, der im Ruhestand bis jetzt noch einige Stunden Chemie unterrichtet hat, wurde ebenfalls verabschiedet und beendet seine Unterrichtstätigkeit. Das seit langem betreute soziale Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“ führt Gudrun Zabel-Groth weiter. Die Organisation des Ungarnaustauschs übernimmt nach ihr Theresa Brüggemeier.

Brigitta Schierbaums beruflicher Lebensweg führte sie durch vier Bundesländer: Bayern, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Sie hat in Bayern studiert und begann nach einem Referendariat in Fulda 1979 am Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln als Lehrerin für Biologie und Chemie, danach in Bad Pyrmont. Seit 1984 widmet sie sich laut dem Schulleiter Marko Harazim mit Hingabe und Ruhe den Naturwissenschaften als Biologie- und Chemielehrerin. Außerdem engagierte sie sich zusammen mit ihrer Kollegin Maria Behler in der Ausbildung von Schülerinnen und Schülern als „FAIRmittler“, die dann als Schülerpaten und Streitschlichter anderen Schülern helfen können. Sie geht nach insgesamt 35 Jahren am SGS in den sogenannten „Unruhestand“ und unterrichtet noch weiterhin sieben Wochenstunden Chemie.

Inge Frewer begann 1979 ihr Referendariat in den Fächern Erdkunde und Leibeserziehung (Sport) am St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn. 1981 wechselte sie als Lehrerin an das König-Wilhelm-Gymnasium in Höxter. Im Schuljahr 1996 / 1997 stellte sie einen Antrag zur Beurlaubung vom deutschen Schuldienst. Ihr Ehemann ging in den Auslandsschuldienst nach Peru und auch sie war dort in Lima als Ortslehrkraft tätig. 2003 kam sie nach Deutschland zurück und wurde Lehrerin am Hüffert-Gymnasium in Warburg. In der Folgezeit ging sie mit ihrem Ehemann an eine deutsche Schule in Sevilla in Spanien, wo sie gemeinsam als Ortslehrkräfte tätig waren. Seit 2012 unterrichtete sie sieben Jahre als Erdkunde- und Sportlehrerin am Städtischen Gymnasium Steinheim und engagierte sich unter anderem bei den Sportkreismeisterschaften der Schulen. Ihren Ruhestand wird sie auch wieder für Reisen in alle Welt nutzen, unter anderem nach Ecuador.

Fotos: Michael Volmer

Blaulicht
Samstag, 20. Juli 2019 09:15 Uhr
Motorradfahrer stürzt auf der B 241
Samstag, 20. Juli 2019 08:53 Uhr

Höxter (ots) - In ein weiteres Schnellrestaurant an der Albaxer Straße in Höxter sind unbekannte Täter am Freitag, 19. Juli, eingedrungen. Nachdem bereits am frühen Morgen ein erster Einbruchdiebstahl zur Anzeige gebracht wurde, wurde kurz darauf ein zweiter Einbruch in ein anderes Restaurant in nur wenigen hundert Metern Entfernung gemeldet. Auch hier hatten sich unbekannte Täter in der Nacht von Donnerstag, 18. Juli, auf Freitag, 19. Juli, gewaltsam Zugang zu dem Gebäude verschafft und es durchsucht. Hinweise bitte an die Polizei in Höxter unter 05271/962-0.

Freitag, 19. Juli 2019 11:24 Uhr

Lügde (red). In dem beim sogenannten „Lügder Missbrauchsfall“ abgetrennten Verfahren gegen Heiko V. hat die 3. Strafkammer – Jugendkammer und Jugendschutzkammer – des Landgerichts Detmold den Angeklagten gestern wegen Anstiftung zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern in zwei Fällen, sexuellem Missbrauch von Kindern, Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern sowie dem Besitz kinderpornographischer Schriften in Tateinheit mit dem Besitz jugendpornographischer Schriften zu einer Gesamtfreiheitstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die Vollstreckung der Gesamtfreiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die Richterin hat dem Angeklagten Heiko V. auch zugute gehalten, dass er nicht bei den schweren sexuellen Misshandlung vor Ort auf dem Campingplatz gewesen sei. Darüber hinaus wurden seine sieben Monate in Untersuchungshaft berücksichtigt. Das Landgericht erklärte, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig sei. Bereits kurz darauf war klar: Die Staatsanwaltschaft Detmold geht in Revision.

Foto: Symbolbild

Freitag, 19. Juli 2019 11:01 Uhr

Höxter (r). Bislang unbekannte Täter sind in ein Schnellrestaurant an der Albaxer Straße in Höxter eingebrochen. Am Freitag, 19. Juli, verschafften sie sich vermutlich in dem Zeitraum zwischen 2:30 Uhr und 5:00 Uhr gewaltsam Zutritt zu dem Verkaufsraum. Dort durchsuchten sie alle Kassen und machten sich auch an einem Tresor zu schaffen. Nach erster Einschätzung erbeuteten sie Bargeld im dreistelligen Euro-Bereich. Die Polizei Höxter bittet um Hinweise von Zeugen, die zur fraglichen Zeit Beobachtungen gemacht haben, unter Telefon 05271/962-0

Donnerstag, 18. Juli 2019 15:53 Uhr

Willebadessen (r). Nach einem Einbruchdiebstahl in eine Motorradwerkstatt in Willebadessen-Eissen am Donnerstag, 11. Juli, bei dem unter anderem zwei Motorräder entwendet wurden, sind aufmerksamen Zeugen am Mittwoch, 17. Juli, in der Umgebung von Eissen zwei Männer aufgefallen, die ein Motorrad über die Straße schoben. Zunächst wurden Mitarbeiter der Motorradwerkstatt hinzugezogen, welche die Männer ansprachen und das Motorrad als eines der gestohlenen identifizierten.

Die daraufhin eingeschalteten Polizeibeamten nahmen die beiden Männer vorläufig fest und befragten sie. Dabei stellte sich heraus, dass sie das Motorrad offensichtlich in der Feldmark gefunden hatten. Als Tatverdächtige für den Einbruchdiebstahl in die Motorradwerkstatt kommen sie nicht in Betracht, daher wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Mit einem Hubschrauber wurde die Umgebung nach dem zweiten gestohlenen Motorrad abgesucht, bisher allerdings ohne Ergebnis.

Politik
Freitag, 19. Juli 2019 11:44 Uhr
Christian Haase MdB: "Lügde-Urteil zu milde - Prüfung einer Strafrechtsverschärfung auf Bundesebene notwendig"
Mittwoch, 17. Juli 2019 10:19 Uhr

Höxter (r). Heute ist ein guter Tag für die Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Von den rund 466,5 Millionen Euro aus der Städtebauförderung und dem Investitionspaket „Soziale Integration im Quartier“ erhalten Städte im Kreis Höxter 2019 rund 4.987.000 Euro. Dazu erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Goeken:

„Mit dem Fördergeld aus der Städtebauförderung können die Städte Bad Driburg, Borgentreich, Brakel, Höxter, Nieheim, Steinheim und Willebadessen Ideen und Maßnahmen zur zukunftsfesten Gestaltung unserer Heimat umsetzen. So wird Zukunft gebaut. Die Insgesamt 4.987.000 Euro fließen in die Umsetzung toller Projekte: Die Stadt Bad Driburg erhält für das Projekt „Zukunft Stadtgrün“ 58.000 Euro. Borgentreich erhält für Projektmaßnahmen kleinerer Städte und Gemeinden 184.000 Euro. Die Städte Brakel, Höxter und Nieheim werden im Bereich des städtebaulichen Denkmalschutzes mit 571.000, 803.000 und 581.000 Euro gefördert. Steinheim erhält 608.000 Euro für den Städtebau West und Willebadessen 2.182.000 Euro im Förderbereich „Kleinere Städte und Gemeinden“ sowie für den Neubau eines Quartiers- und Familienzentrums. Ich freue mich sehr, dass mit den zur Verfügung gestellten Mitteln die Umsetzung der Projekte nun erfolgen kann.“

Hintergrund:

An der Finanzierung der Städtebauförderung und des Investitionspaktes „Soziale Integration im Quartier“ beteiligen sich die Europäische Union mit rund 78,7 Millionen Euro, der Bund mit rund 191 Millionen Euro, das Land Nordrhein-Westfalen mit 196,8 Millionen Euro; die kommunalen Eigenanteile belaufen sich insgesamt auf rund 140 Millionen Euro. Damit können 302 Projekte mit zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von insgesamt 606,5 Millionen Euro umgesetzt werden.

Foto: Landtagsbüro Matthias Goeken MdL

Dienstag, 25. Juni 2019 10:45 Uhr

Kreis Höxter/Steinheim (red). Waldbrände gefährden Lebensräume für Tiere und Pflanzen und Erholungsräume für uns Menschen. Jedoch entstehen nur fünf Prozent durch natürliche Ursachen wie Blitzschläge. Der Waldbrandgefahrenindex liegt aktuell in großen Teilen NRWs auf der zweithöchsten Stufe. Zum Schutz der Wälder ist ein gemeinsames Handeln von Waldbesuchern, Autofahrern, Forst- und Feuerwehrleuten erforderlich. Ausgestattet mit Mobiltelefonen haben Waldbesucher die Chance aktiv bei der Waldbrandbekämpfung zu helfen, wenn sie Waldbrände über die Telefonnummer 112 melden. „Entscheidend ist, dass sich Waldbesucher der Gefährdung bewusst sind und vorsichtig verhalten. Leider Gottes ist das mit Verzicht auf Rauchen, Grillen und Feuern verbunden“, sagt Alfred Edelhoff, Experte für forstliche Gefahrenabwehr bei Wald und Holz NRW. Raucherinnen und Raucher drücken bitte Ihre Zigaretten im Aschenbecher aus. Das gilt auch beim Autofahren: Glimmende Kippen entzünden immer wieder dürres Gras im Straßengraben, Wind treibt die Flammen dann in den Wald. Wenn es dennoch brennt unterstützen die Forstleute von Wald und Holz NRW die Feuerwehren mit ihrer Ortskenntnis. Langfristig arbeiten die Förster von Wald und Holz NRW daran, klimastabile Mischwälder zu entwickeln, die durch eingemischte Laubbäume auch die Waldbrandgefahr mindern. Hauptmotivation ist dabei die Vitalität der Wälder im Klimawandel zu stärken; die Waldbrandvorsorge ist ein Teilaspekt davon. Besonders gefährdet sind Böden mit kleinem Wasserspeicher, also vor allem sandige Gebiete, Nadelholzreinbestände, vor allem der Kiefer sowie Waldgebiete mit intensiver Sonnenstrahlung auf den Waldboden mit dürren Gräsern und Geäst.


 

Wirtschaft
Dienstag, 16. Juli 2019 10:38 Uhr
Päuser Unternehmensgruppe wird NuFaTec Service Group
Freitag, 05. Juli 2019 08:43 Uhr

Steinheim (red). Happy Birthday, Steinheim News! Die Online-Zeitung Steinheim News feiert ihren zweiten Geburtstag. Seit zwei Jahren gibt es aktuelle Lokalnachrichten aus Steinheim und der Umgebung - rund um die Uhr und kostenfrei. Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle unseren Leserinnen und Lesern, unseren Freunden und Bekannten und natürlich unseren Geschäftspartnern und Anzeigenkunden. Danke für den 2. Geburtstag!

Samstag, 22. Juni 2019 11:37 Uhr

Kreis Höxter (red). Mehrweg gegen die Plastikflut: Im Kreis Höxter sollen Getränkehersteller und Supermärkte stärker auf wiederverwendbare Flaschen setzen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Einwegflaschen und Dosen, auf die es 25 Cent Pfand gibt, sind nach der ersten Benutzung dahin und gehen ins energiefressende Recycling. Anders Mehrwegflaschen aus Glas oder robustem Plastik: Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz vor Ort – sie sichern auch Arbeitsplätze bei Abfüllern, im Handel und bei den Herstellern“, sagt Armin Wiese von der NGG Detmold-Paderborn. Dies sei umso wichtiger, wenn das Produkt aus der Region komme. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt die Getränkebranche in Nordrhein-Westfalen rund 10.300 Menschen.

Das neue Verpackungsgesetz schreibt ab diesem Jahr einen Mehrweg-Anteil von 70 Prozent bei Getränken vor. Aktuell liegt die Quote nach Angaben des Umweltbundesamts aber nur bei etwa 44 Prozent. Unter den nicht-alkoholischen Getränken liegt sie sogar bei lediglich 23 Prozent. „Der Staat muss also stärker darauf achten, dass Hersteller und Handel die Quote wirklich einhalten – und Verstöße notfalls sanktionieren.“ Andernfalls werde die Umweltpolitik beim Thema Pfand zum „bloßen Lippenbekenntnis“. 

Dabei seien insbesondere auch die Verbraucher gefordert: „Wer zum Apfelsaft aus Nordrhein-Westfalen oder zum Mineralwasser in der Glasflasche greift, stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe und tut etwas für die Umwelt“, betont Wiese. Kritisch blickt der Gewerkschafter auf die Strategie der Lebensmitteldiscounter: „Aldi, Lidl und Co. haben den Trend zu Einwegflaschen befeuert. Wer eine 1,5-Liter-Flasche Mineralwasser für 19 Cent anbietet, der macht Dumpingpreise salonfähig – auf Kosten der Umwelt und der Produzenten.“

Die Gewerkschaft NGG macht sich darüber hinaus für eine bessere Kennzeichnung im Pfandsystem stark. Damit könne sich der Verbraucher bewusst für Umwelt, Arbeitsplätze und Genuss entscheiden. Wiese: „Wie es laufen kann, zeigt sich beim Bier. Hier liegt der Mehrweg-Anteil bei 82 Prozent. Und der Käufer weiß, dass es aus der Glasflasche eben auch besser schmeckt.“

Nach einer Studie der Deutschen Umwelthilfe ließen sich bundesweit jedes Jahr 1,35 Millionen Tonnen CO2 einsparen, wenn man alle alkoholfreien Getränke ausschließlich in Mehrweg- statt in Einwegflaschen abfüllen würde. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 880.000 Mittelklassewagen, die im Durchschnitt 13.000 Kilometer pro Jahr fahren.

Foto: NGG

Sport
Freitag, 14. Juni 2019 09:25 Uhr
Infoveranstaltung „Kinder- und Jugendschutz im Sportverein“ - Sportjugend im KSB Höxter bietet mit Kreisjugendamt Höxter zwei Infoveranstaltungen an
Sonntag, 09. Juni 2019 11:09 Uhr

Steinheim (red). Am 28. Mai hat die Schulmannschaft des Städtischen Gymnasiums Steinheim, bestehend aus sechs Mädchen und Jungen, in Höxter auf der Weserkampfbahn mit großem Erfolg an den Schulkreismeisterschaften der Wettkampfklasse IV teilgenommen. Sie bestritt den Wettkampf, der ein Vielseitigkeitswettkampf , bestehend aus sechs Disziplinen (Pendelstaffel, Hochsprung, Zonenweitsprung, Tennisringwurf, Medizinballstoßen und 8-Minuten-Lauf), bei denen jeweils fünf Mädchen und Jungen der Mannschaft antreten müssen, sehr motiviert. + Insgesamt nahmen 9 Schulmannschaften aus dem Kreis Höxter an diesem Wettkampf teil. Mit hervorragenden Leistungen konnte sich unsere Mannschaft gegen 7 andere Mannschaften des Kreises durchsetzen. Vor der letzten Disziplin (8-Minuten-Lauf) lag unsere Mannschaft mit brillanten Leistungen in den Technikdisziplinen unangefochten auf Platz 1. Im 8-Minuten-Lauf konnte die Mannschaft der Brede (Brakel) durch ein sehr starkes Rennen viele Punkte aufholen und somit erreichten beide Mannschaften letztendlich die gleiche Punktanzahl. 

Die Vorbereitung auf die Kreismeisterschaften erfolgte im Rahmen des Sportunterrichts und kurz vor dem Wettkampf auch in den Pausen durch Maria Behler und Christiane Rüther-Kluwe. Nach der Erstplatzierung auf Kreisebene wird unsere Schule bei den Westfalenmeisterschaften im September in Bünde antreten.

Foto: Christiane Rüther-Kluwe

Sonntag, 02. Juni 2019 19:05 Uhr

Daseburg (red). In eine hervorragende Ausgangsposition haben sich die Fußballer des SV 21 Steinheim am heutigen Sonntag im ersten Relegationsspiel für den Aufstieg erspielt. Gegen die Reserve der Kreisstädter aus Höxter siegte Steinheim in Daseburg mit 3:0. Eine Minute vor dem Pfiff zur Halbzeitpause konnte Marius Nolte per Kopf die 1:0-Führung für Steinheim erzielen. Rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff vollendete Ismail Musayer einen Konter für die Steinheimer zum 2:0. Vier Minuten vor dem Ende der Partie durften sich die Steinheimer Zuschauer sogar über das 3:0 durch Mahmut Abdioglu freuen. Am 6. Juni treffen nun der SV Daseburg und der SV Höxter II in Steinheim aufeinander, bevor die siegreichen Steinheimer am 13. Juni gegen Daseburg spielen werden.

Panorama
Mittwoch, 26. Juni 2019 10:52 Uhr
Reggae im Hanffeld
Montag, 20. Mai 2019 09:51 Uhr

NRW (red). 75 Prozent der rund 150 wichtigsten Nutzpflanzen auf der Welt profitieren von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten. Aber Biene ist nicht gleich Biene. Während bei den gezüchteten Honigbienen die Zahl der Völker in menschlicher Obhut steigt, nimmt die Zahl ihrer wildlebenden Verwandten – deutschlandweit ca. 560 verschiedene Arten – über die Jahre deutlich ab. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten sind in Nordrhein-Westfalen über 50 Prozent der Wildbienen und Wespen gefährdet. Aber gerade die Wildbienen sind entscheidend für die Bestäubung etwa von Obstbäumen, denn sie fliegen im Gegensatz zur Honigbiene immer, so auch bei kühlfeuchtem Frühlingswetter.

Zum morgigen Weltbienentag erklärt Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: "Weniger Wildbienen, bedeuten weniger Obsternten, weniger Blütenpflanzen, weniger Singvögel und damit weniger Vielfalt insgesamt. Diese Negativkette müssen wir gemeinsam durchbrechen, das liegt in unserem ureigenen Interesse. Die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist Kernanliegen der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Naturschutzpolitik. Dies gilt insbesondere für die Bienen. Sie sind Bestandteil unsere Lebensversicherung der Artenvielfalt."

Der Verlust von Lebensräumen etwa durch intensive Flächennutzung infolge von Bebauung, Land- und Forstwirtschaft, Änderungen des Nährstoff- und Wasserhaushalts sowie Bodenschatzgewinnung, sowie der Einfluss des Klimawandels und gebietsfremde, invasive Arten setzen nicht nur den Wildbienen zu, sondern die gesamte Artenvielfalt unter Druck. Heinen-Esser: "Wir müssen zweigleisig fahren: Einerseits müssen wir die bereits bekannten Ursachen angehen und andererseits müssen wir durch den Aufbau solider Forschung noch offene Fragen klären. Beides müssen wir parallel tun."

Bereits 2017 startete NRW als erstes Bundesland eine Langzeitstudie zum Insektenschwund: Bis Ende 2022 wird auf 120 Probeflächen die aktuelle Situation blütenbestäubender Insekten überprüft, ein gemeinsames Forschungsvorhaben mit der Universität Osnabrück wird den kommenden drei Jahren die statistisch valide Datengrundlage für weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Insektenrückgangs ermitteln. Am 03. Juni findet mit Ministerpräsident Armin Laschet und Umweltministerin Heinen-Esser ab 11:00 Uhr in den Düsseldorfer Rheinterrassen der Kongress "Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren" statt.

 

Samstag, 18. Mai 2019 11:47 Uhr

NRW (red). 16.000 Tonnen Müll sind es im Jahr, die rechts und links von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen und auf den Parkplätzen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßen.NRW-Meistereien und beauftragten Firmen eingesammelt werden. Eine Sisyphos-Arbeit, glaubt man den Männer und Frauen in der leuchtend orangenen Warnkleidung, die oft dicht neben der Fahrbahn mit der Müllzange unterwegs sind: "Wir säubern eine Fläche und kaum sind wir weg, fliegen die nächsten Flaschen und Tüten aus dem Fenster", ist Stefan Hübner, Kolonnenführer und seit 33 Jahren Straßenwärter der Autobahnmeisterei Lüdenscheid, genervt.

Tütenweise Hausmüll auf den Rastplätzen

Nicht nur den Straßenwärterinnen und Straßenwärter "stinkt" der Müll. Auch viele Verkehrsteilnehmer nervt der Dreck. Da raten Plakate am Straßenrand zur Pause, auch das Auto selbst meldet sich mit einer stilisierten Kaffeetasse und mahnt eine Rast an. Nur beim kurzen Stopp an einem Parkplatz ist sofort zu sehen: Es waren schon andere da und die haben ihren Müll einfach liegen gelassen. Der Ort für eine entspannte Pause sieht anders aus. "Gerade dort, wo es keine Bewirtschaftung gibt, bleibt vieles liegen", weiß Jens Kaminski, Betriebsdienstleiter der Straßen.NRW-Autobahnmeisterei Lüdenscheid. Sein Team fährt im wöchentlichen Rhythmus die Rastplätze an und säubert sie. Allerdings: Was die Straßen.NRW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufsammeln, ist längst nicht nur Reisebedarf. Tütenweise stapelt sich der Hausmüll neben den bereitstehenden Abfalltonnen. Und auch auf den Wiesen zwischen den Parkbuchten und rings um die Sitzgelegenheiten finden sich die prall gefüllten Müllsäcke. "Oft wird es wohl im Vorbeifahren einfach aus dem LKW oder Auto geworfen."

Zwei Mal in der Woche leert eine Vertragsfirma die Müllbehälter auf den Parkplätzen. In den Ferien werden die Müllbehälter sogar dreimal wöchentlich geleert. Eine Grundreinigung steht eigentlich einmal im Jahr an. Doch das reicht vor allem in den Ballungsgebieten kaum aus. Denn das blaue Schild "Rastplatz bitte sauber halten" wird von zu vielen ignoriert.

Rentner sammelt am Radweg Müll ein

Was auf den Rastplätzen rücksichtslos in die Umwelt geworfen wird, ist schon ein großer Müllberg. Doch auch rechts und links der Straßen und Radwege sammeln sich Flaschen, Kaffeebecher und Verpackungen von Hamburger und Co. Willi Klauke gehört nicht zum Team von Straßen.NRW, ist aber dennoch vor allem im Frühjahr unterwegs, um die Natur vom Müll zu befreien. 15.000 Kilometer hat der Rentner in den vergangenen zwei Jahren mit dem Fahrrad zurückgelegt – überwiegend im Sauerland. Immer im Blick: der Müll in den Böschungen. In einer langen Mail an Straßen.NRW hat er aufgelistet, was er in nur drei Tagen zusammengesammelt hat: 120 Bierflaschen, 60 Wein-, Sekt- oder Schnapsflaschen, 90 PET-Flaschen, 200 Getränkedosen und jede Menge Flachmänner. Das war Februar 2018. In diesem Frühjahr war es ein Mehrfaches, was er aus den Gräben und Böschungen entfernte. Allein an einem Parkplatz kamen 62 Wein und Sektflaschen, dazu Flachmänner, Piccolofläschchen und drei Eimer sonstiger Müll zusammen. Mit dem Rad hat der Rentner das nicht mehr einsammeln können: Er kam ein zweites Mal mit dem Auto zum Müllentsorgen. 

Straßen.NRW-Direktorin appelliert an Verkehrsteilnehmer

Klauke appelliert in seinem Schreiben an den Straßenunterhaltungsdienst und wünscht sich mehr Aktivität. Ein Wunsch, der mit den vielfältigen Aufgaben der Straßen.NRW-Meistereien, allerdings kaum zu vereinbaren ist. Das bundesweit gültige Leistungsheft für die Arbeiten der Straßenunterhaltung sieht für "Leistung 4.21: Abfälle und Müllablagerungen entlang der Strecke einsammeln und entsorgen" den Turnus "1" vor. Das bedeutet, dass einmal pro Jahr gereinigt werden kann. "Auch wenn wir die Notwendigkeit sehen, häufiger zu reinigen, bleibt dafür kaum Spielraum", sagt die Direktorin von Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek. Sie kann die Anliegen von Bürgern gut verstehen, allerdings "liegt unser Hauptaugenmerk auf der Verkehrssicherheit, da hat die Abfallbeseitigung nicht oberste Priorität." Die Chefin des Landesbetriebes und vor allem all die Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich auf der Strecke unterwegs sind, appellieren darum an alle Verkehrsteilnehmer, selbst Verantwortung zu übernehmen und Rastplatz und Straße ein wenig wie den eigenen Vorgarten zu behandeln. Und wer würde dort Kaffeebecher und Cola-Flasche entsorgen? 

Hintergrund

  • Speisereste im Müll stellen ein ganz besonderes Problem dar. Denn sie können zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beitragen. Seit 2014 breitet sich diese hochansteckende Tierseuche nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Europa aus. Fleisch oder Fleischerzeugnisse von infizierten Tieren können diese Krankheit übertragen. Reisende oder Fernfahrern sollten Speisereste deshalb an Tankstellen, Raststätten oder Autobahnparkplätzen nicht achtlos wegwerfen.
  • Jedes Jahr fallen rund 80.000 Personenstunden für das Einsammeln der Abfälle an. Das entspricht ungefähr 50 Vollarbeitskräften. Allerdings erledigt Straßen.NRW nicht alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit Müll durch eigenes Personal. Zum Teil beauftragt der Landesbetrieb auch Fremdfirmen.
  • Pro Jahr kostet es knapp sieben Millionen Euro, diese "Fremdabfälle" zu entsorgen. Im Gegensatz zu den Kommunen kann Straßen.NRW diese Ausgaben nicht über Gebühren refinanzieren. Sie gehen damit vollständig zu Lasten anderer wichtiger Aufgaben.
  • Müll und Mähen passen nicht zusammen. Auch wenn in der Regel im Vorfeld der Grünpflege Müll eingesammelt wird, bleibt einiges im dichten Gras verborgen und wird vom Mäher geschreddert. Vor allem Plastikabfälle werden so zum Umweltproblem.

Foto: Straßen.NRW

Montag, 25. März 2019 08:25 Uhr

Bielefeld (red). Die Akademie der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) hat ihr Weiterbildungsprogramm Frühjahr/Sommer 2019 pünktlich zum Frühjahrsbeginn veröffentlicht. Die Broschüre bietet einen Überblick über rund 350 Weiterbildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte im kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich. Zusätzlich zu rund 40 neuen Themen werden auch wieder beliebte Zertifikatslehrgänge wie ‚Online-Markteting-Manager/-in (IHK)‘ oder ‚Fachkraft (IHK) für betriebliches Rechnungswesen‘ angeboten. Als besonderes Highlight im ersten Halbjahr bietet die IHK-Akademie Ostwestfalen am 16. Mai erstmalig den ‚IHKKongress Office Management‘ an: mit spannenden Workshops und vielfältigen Impulsen für die Kommunikations-Drehscheibe Sekretariat.

Weitere Programmbestandteile sind Lehrgänge und Seminare im IT-Bereich sowie die traditionellen Vorbereitungslehrgänge auf IHK-Fortbildungsprüfungen, beispielsweise zum/zur Industriemeister/-in, Handelsfachwirt/-in, oder Geprüfte/-n IT-Projektleiter/-in. Interessenten können die kostenlose Broschüre unter der Telefonnummer 0521 554-300 anfordern oder im Internet unter www.ihk-akademie.de herunterladen. Informationen zu weiteren Trägern, die auf eine IHK-Abschlussprüfung vorbereiten, sind unter www.wis.ihk.de im Internet abrufbar.

Foto: red

Mittwoch, 30. Januar 2019 08:31 Uhr

NRW (red). Das Risiko eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen ist nach wie vor hoch. Daher fordert das Umweltministerium weiterhin zu einem achtsamen und aufmerksamen Verhalten auf. "Die Gefahr der Einschleppung ist nach wie vor hoch. Es ist sehr wichtig, dass sich alle so verantwortungsbewusst wie möglich verhalten, um einen Ausbruch hierzulande zu verhindern. Gleichzeitig müssen wir bestmöglich auf einen Ausbruchsfall vorbereitet sein", sagte Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann. Um im Falle eines Ausbruchs der ASP im Wildschweinbestand noch besser eingreifen zu können, hat das Umweltministerium jetzt einen Rahmenvertrag mit einem privaten Dienstleister, der Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft mbH (WSVG), abgeschlossen. Sie soll im Ausbruchsfall die betroffenen Kommunen unmittelbar unterstützen und – bis auf die Entnahme der Wildschweine – vor Ort alle notwendigen Arbeiten erledigen. Dies umfasst etwa die Absperrung einer Kernzone sowie die intensive Suche nach verendeten Wildschweinen und deren Bergung. 

Gegründet wurde die WSVG vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, dem Rheinischen Landwirtschaftsverband, der Landwirtschaftskammer NRW, dem Landesjagverband NRW sowie den Raiffeisengenossenschaften. Mit dem Rahmenvertrag steht den Kreisen und kreisfreien Städten des Landes nun ein weisungsgebundener Dienstleister zur Verfügung, der im Ausbruchsfall sofort handlungsfähig ist. "Mit dem Vertrag betreten wir Neuland. Weder in Deutschland noch in der EU kennen wir eine vergleichbare Struktur. Damit schaffen wir für ganz Nordrhein-Westfalen eine schlagkräftige, effektive und landesweit einheitliche Institution zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest", sagte Bottermann. Damit die Bejagung der Wildschweinebestände durch die Jägerschaft weiterhin intensiv erfolgt, baut das Land Hürden ab und übernimmt auch im Jahr 2019 die Untersuchungskosten auf Trichinen für in Nordrhein-Westfalen erlegte Wildschweine. Darauf wies Umweltministerin Ursula Heinen-Esser heute erneut im Rahmen ihres Besuchs der Jagdmesse Jagd und Hund in Dortmund hin. Dafür wurden bis zu 600.000 Euro in den Haushalt eingestellt. "Dieses Geld ist gut investiert", so Dr. Bottermann. "Denn damit wird erreicht, dass das Fleisch von Wildschweinen sicher ist und dass durch eine Reduktion der Wildschweinebestände die Gefahr einer Ausbreitung der ASP verringert wird."

Bei aller Vorsorge für einen Ausbruchsfall – primäres Ziel ist und bleibt es, einen Ausbruch durch umsichtiges Verhalten zu verhindern. So kann der Erreger vor allem Nahrungsmittel, wie zum Beispiel ein achtlos entsorgtes Wurstbrot aber auch über Kleidung oder Autoreifen übertragen werden. Insbesondere Jägerinnen und Jäger, Försterinnen und Förster, Reisende, Fernfahrende, Waldbesuchende sowie vor allem auch Tierhalterinnen und Tierhalter sind dazu aufgerufen, von Jagdreisen in aktuelle Ausbruchsgebiete abzusehen, keine Lebensmittelreste in für Wildschweine zugängliche Mülleimer zu entsorgen sowie Biosicherheitsmaßnahmen in den Schweine haltenden Betrieben strikt einzuhalten.

Eine von Umweltministerin Ursula Heinen-Esser einberufene Sonder-Arbeitsgruppe tagt regelmäßig, um die aktuelle ASP-Lage fortlaufend zu bewerten und Maßnahmen abzustimmen. Die Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung eines Ausbruchs und Vorbereitungsmaßnahmen auf einen möglichen Ausbruch in Nordrhein-Westfalen wurden forciert. Unter Vorsitz Nordrhein-Westfalens hatten Bund und Länder im Rahmen der Agrarministerkonferenz ein koordiniertes Vorgehen vereinbart. Inzwischen sind Änderungen von Bundesgesetzen in Kraft treten, die es beispielsweise ermöglichen, Gebiete abzusperren, Personen- und Fahrzeugverkehr einzuschränken und vermehrte Fallwildsuche anzuordnen.

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